1

PSYCHOLOGIE DER MASSEN

Ein globales Psychologie-Experiment des 21. Jahrhundert

Es ist meine volle Überzeugung, dass es sich in der sogenannten Corona-Krise um ein globales Experiment handelt. Ein Experiment um festzustellen wie weit man die Weltbevölkerung mit welchen Mitteln in bestimmte Richtungen lenken kann. Sei es nun in sozialtechnischer Hinsicht, in juristischer oder in menschlicher.
Ich bin davon überzeugt, man hat ein Szenario von langer Hand aufgebaut mit einem biologischen Element dass so diffus ist, von welchem man behaupten kann es ist die Ursache dieser Krise, welches mit einem einzigen Testverfahren bei sehr vielen ausschlägt. Die Tatsache, dass die sonstigen Abertausenden Elemente im Organismus nicht getestet werden, und gar bereits etablierte Elemente plötzlich völlig ignoriert ja gar aus den Statistiken neuerdings nahezu komplett verschwinden, bestärken meine Überzeugung nur.

Das Experiment soll Erkenntnisse liefern, mit welchen Mechanismen man die Meinung der Mehrheit so manipulieren kann, dass bei einer Meinungsbekundung die anders lautet, diese Person in der »Cancel« Kultur, ohne weitere bzw. grössere Anstrengungen Mundtot gemacht werden kann und sie keine Gefahr darstellen wird. Dieses Experiment liefert auch Daten, die unmittelbar verwendet werden können um festzustellen ob die Richtung plötzlich verändert werden kann, ohne dass der Aufwand dafür an sich zu gross ist. Und natürlich soll das Experiment Daten liefern wie weit man mit der Massenmanipulation tatsächlich gehen kann ehe der Bruch stattfindet um die weiteren Schritte nach dem Bruch besser planen zu können.

Schritt Eins – Gruppendruck erzeugt Anpassung

Solomon Asch geboren in Polen, wurde später Psychologe in den USA, veröffentlichte 1955 eine Arbeit in ›Scientific America‹ der Ausgabe 5 (November).

Der Name der Arbeit »Opinions and Social Pressure« zu Deutsch wohl am trefflichsten »Ansichten und sozialer Druck«.

Dieses Experiment untersucht wie sich Menschen in ihrer Beurteilung von Offensichtlichem verhalten, wenn sie sich in einer Gruppe befinden. Das Experiment ist auch unter dem Namen ›Konformitätsexperiment‹ bekannt. Somit wird untersucht ob die eigene Überzeugung wichtiger ist oder die Konformität in eine Gruppe von grösserer Bedeutung ist.

Vorab soll erwähnt werden, eine gewisse Konformität ist natürlich, insbesondere bei Lebewesen die auf soziale Strukturen angewiesen sind. Der Homo Sapiens hat die beherrschende Rolle auf diesem Planeten nicht weil er auf zwei Beinen geht, sondern weil eine soziale Gemeinschaft über mehrere hundertausende Jahren gepflegt wurde. Grosse Brücken lassen sich nicht von Einzelpersonen mal eben aufbauen. Die dunkle fürchterliche Nacht in der Wildnis kann man nicht wachend und schlafend alleine bewältigen. Ein Mammut erlegt ein Einzelner nicht. Natürlich sind das nur verkürzte Beispiele, aber ich denke zum Verständnis der Sache sind sie tauglich.

Die meisten Menschen wollen ihre Persönlichkeit zwar beibehalten aber scheuen sich zu sehr von der Gruppe, egal wie gut man diese kennen mag oder eben gar nicht kennt, unterscheiden zu lassen.

Gruppendruck, oder das intellektuell klingende Wortpaar Sozialer Druck, äussert sich in Banalitäten sehr gut. Besonders einfach beobachtet man dies in den Modeerscheinungen jeder Generation. In den 00er bis 30ern des 20. Jahrhunderts hatte ein Mann mit Anstand einen Hut auf, wenn er sich in der Öffentlichkeit bewegte, völlig unabhängig davon wie sehr dieser real von Nutzen war.

In den 40ern bis in den 70ern galt es als absolut unamerikanisch den Kommunismus nicht zu verachten und die Menschen die sich als Kommunisten in den USA bezeichneten nicht zu diskriminieren. Es gehörte zum guten sozialen Ton diese zu meiden. Ob diese Menschen sich sonst an den Rest der Gesellschaft anpasste oder nicht war nicht wichtig, sie waren politisch nicht konform.

In den 00ern bis 20ern des 21. Jahrhunderts wird man als Aussätziger ja gar Verrückter behandelt wenn man nicht mit aller Kraft den Klimawandel aufhalten will.

Solomon Asch untersuchte den Gruppendruck und unter welchen Bedinungen sich Menschen, welche nichts hinsichtlich einer Diskriminierung im realen restlichen Leben zu befürchten hätten, falls sie eine andere Ansicht haben.

Der Aufbau des Experiments ist enorm simpel. Es werden der Versuchsperson zwei Tafeln gezeigt. Eine Tafel beinhaltet eine Linie und die zweite Tafel zeigt drei unterschiedlich lange Linie. Eine Linie auf der zweiten Tafel ist gleich lang wie die Referenzlinie auf der ersten Tafel.

Die Versuchsperson soll nun auswählen welche der drei Linien auf Tafel zwei identisch ist mit der Linie auf der Tafel eins.
Ist die Versuchsperson alleine wird sie nahezu immer die korrekte Linie wählen, es sei denn eine Tafel ist nicht so eindeutig mit den drei Linien und es wurde einfach optisch nicht erkannt, was selten passiert.

Darum wurde das Experiment so aufgebaut dass die Versuchsperson mit mehreren Personen im Raum diese Aufgabe bewältigt. Was die tatsächliche Versuchsperson nicht weiss, dass die restlichen Teilnehmer eingeweiht sind und angewiesen wurden eine falsche Antwort zu liefern nach einigen anfänglichen angaben. Es werden immer wieder neue Tafeln gezeigt.

Zu Beginn folgt die Versuchsperson ihrer eigenen Intuition und vertraut ihren Augen und antwortet auch mit der Offensichtlichkeit. Sobald aber die Schauspieler anfangen falsche Aussagen zu tätigen, wird mit jeder Versuchsreihe der Druck auf die Versuchsperson gesteigert. Sie weiss, dass ihre nachfolgenden Antworten falsch sind, aber sie fügt sich im Verlauf des Experiments der Gruppenmeinung. Wohlwissend dass sie die falschen Linien wählt wollen sich die Versuchspersonen nicht ausgesetzt fühlen. Als weiterer Faktor kommt hinzu, dass sie die Gruppe sonst gar nicht kennt, keine politische Verbindung unterhält oder auch sonst emotional gebunden ist.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es aber auch an dieser Stelle noch. Die Experimente wurden angepasst. Am Anfang waren nur Männer involviert, später wurde es auch mit Frauen durchgeführt, die Ergebnise waren ähnlich. Der Hoffnungsschimmer bestand aber darin, dass in erweiterten Konstelationen den Versuchspersonen erlaubt wurde eine ihr bekannte und vertraute Person mitzunehmen. Schon eine einzige zusätzliche Person die der Versuchsperson zur Seite stand senkte den Drang danach sich der Gruppe zu fügen signifikant, unabhängig ob es mehrere Schauspieler waren die falsche Antworten gaben.

Schritt Zwei – Auf Anpassung folgt Gehorsamkeit

Stanley Milgram, ein Soziopsychologe, führte über mehrere Jahre hinweg, ab dem Jahr 1961, das ›Gehorsamkeits Experiment‹ durch. Oft in abgewandelter Form und mit verschiedenen Rollen und Räumlichkeiten.

Die Experimente verdeutlichten das Gehorsam tief in uns verwurzelt ist, und trotz der offensichtlichen Ungerechtigkeit die man selber empfinden kann, folgt man Befehlen weiterhin.

Dies ist vielleicht die fundamentalste Erkenntnis aus unserer Untersuchung: Ganz gewöhnliche Menschen, die nur schlicht ihre Aufgabe erfüllen und keinerlei persönliche Feindseligkeit empfinden, können zu Handlungen in einem grausigen Vernichtungsprozess veranlasst werden. Schlimmer noch;: selbst wenn ihnen die zerstörerische Folgen ihres Handelns vor Augen geführt und klar bewusst gemacht werden und wenn man ihnen dann sagt, sie sollen Handlungen ausführen, die in krassem Widerspruch stehen zu ihren moralischen Grundüberzeugungen, so verfügen doch nur vereinzelte Menschen über genügende Standfestigkeit um der Autorität wirksam Widerstand entgegenzusetzen.

Das Milgram-Experiment – S. 22

Ich selber hätte das ja nicht gemacht. Ich habe nur gemacht, was man mir befohlen hat.«
Da die Versuchspersonen unfähig sind, sich der Autorität des Versuchsleiters zu widersetzen, übertragen sie alle Verantwortung auf ihn. Es ist die alte Geschichte, ›nur seine Pflicht getan‹ zu haben, die man immer und immer wieder in den Aussagen der in den Nürnberger Prozessen Angeklagten als Verteidigung hören konnte.

Das Milgram-Experiment – S. 24-25

Autoritäten:
Gehorsamkeitsexperimente gingen weiter in abgewandelter Form. Primär wurden die Rollen der Teilnehmer neu verteilt, um festzustellen ob es der Status des Versuchsleiter ist der zum Gehorsam verleitet oder ob es die Position ist. Es ist dabei festzuhalten, der Gehorsam bindet sich an den Status der Autorität. Wo über zwei Drittel der Personen bereit waren einer Person schmerzen zuzufügen, selbst wenn diese mehrmals den Willen bekundeten sie machen an diesem Experiment als Schüler nicht mehr mit, unterbanden in der Umkehr in nahezu gleicher Höhe die Schockverabreicher die Schocks wenn der Versuchsleiter dies untersagte obwohl der Schüler, welcher die Elektroschocks erhielt, zum Nachweis seiner Männlichkeit weitermachen wollte.

Dieser Rollentausch ging noch weiter, als der Versuchsleiter unter Vorwand den Raum verlassen musste und ein Eingeweihter beharrlich darauf bestand seine Idee zu verfolgen, das Experiment fortzufahren und in Abfolge der Fragen auch die Voltzahl stufenweise zu erhöhen. Die Mehrheit der »Lehrer« weigerte sich das fortzuführen und griffen sogar selber ein wenn der energische Protokollführer die Schocks selber verabreichen wollte:

Von den 16 Versuchspersonen, die in diese Situation versetzt waren, protestierten nahezu alle gegen die Aktionen ihrer ›Mit-Versuchsperson; fünf gingen zu körperlichem Angriff gegen sie oder den Schockgenerator über, um dei Verabreichung des Schocks zu beenden. (Mehrere versuchten, den Schockgenerator von der Stromquelle zu trennen; vier hielten die ›Mit-Versuchsperson physisch zurück.) Einer, ein kräftiger Mann, hob den übereifrigen Schocker vom Stuhl, warf ihn in eine Ecke des Labors und erlaubte ihm nicht, sich zu bewegen, ehe er nicht versprochen hatte, keine weiteren Schocks mehr zu geben.

Das Milgram-Experiment – S. 118

Das verdeutlicht, dass die Menschen relativ unabhängig von der Position eines anderen Empathie, Fürsorge und Verantwortungsvoll sind, aber gleichzeitig dass der Status einer Person, sprich wenn sie als Autorität angesehen wird, umso wichtiger wird und insbesondere die Verantwortung und die Fürsorge eine untergeordnete Rolle spielen, was bedeutet dann ist die Schmerzzuführung an eine andere Person gerechtfertigt und erlaubt.

Dieser Rollentausch wurde so weit getrieben, dass in einem Schauspiel mit der Ausrede des Schülers er habe grosse Bedenken diese Schocks zu erhalten, der Versuchsleiter den Vorschlag unterbreitete er würde als Demonstration zuerst die Prozedur über sich ergehen lassen mit der Frage ob dann der Schüler bereit wäre das gleiche zu tun. Das Ergebnis war, dass der Status immer noch wichtiger erschien und die Lehrer dem Versuchsleiter/Schüler sogar zu Hilfe eilten:

»Beim ersten Protest des geschocktenVersuchsleiters brachen alle Versuchspersonen ab und weigerten sich, selbst einen einzigen Schock über den bereits erreichten Punkt hinaus zu geben … Überdies rannten geradezu viele Versuchspersonen, um dem Versuchsleiter zu helfen, sie rannten zum Beispiel in den Nebenraum um ihn loszumachen … und distanzierten sich offensichtlich von dem gewöhnlichen Mann, als sei er ein Verrückter.« (Milgrim. S.124)

Wer denkt die Gesellschaft hätte aus der Vergangenheit gelernt wird bitterlich enttäuscht sein. 2010 hatte Christophe Nick in einer anderen Szenarie das Experiment wiederholt. Diesmal fungiert nicht ein Versuchsleiter als Autorität sondern in einem als Spiel getarnte Quizshow, im »Le jeu de la mort« (Das Todesspiel), für das Fernsehen, der Sender als Autorität. Das erschreckende Ergebnis, es waren noch mehr Personen bereit auf Drängen bis zum Äussersten zu gehen. Weitere 10 Jahre vergehen und wir haben erneut mit einer anderen Umgebung aber den gleichen gehorsamen Mittätern zu kämpfen.

Milgram merkt in seinem Buch ›Das Milgram-Experiment‹, in der Analyse, den sehr trefflichen Punkt an:

Wenn man die Art kontrolliert, in der jemand seine Welt interpretiert, hat man bereits einen grossen Schritt in Richtung auf die Kontrolle seines Verhaltens getan. Dies ist der Grund, warum Ideologie – ein Versuch, das menschliche Dasein zu interpretieren – stets einen so bedeutenden Anteil hat an Revolutionen, Kriegen und anderen Vorkommnissen, in denen der einzelne aufgefordert ist, aussergewöhnlihce Handlungen zu vollbringen. Regierungen stecken viel Geld in Propaganda, die die offizielle Interpretation von Ereignissen darstellt.

Das Milgram-Experiment – S.169

Das bedeutet, wenn man zB. die Art der Informationsgewinnung von einer Person kontrolliert, beeinflusst dies selbstredend bereits das Verhalten dieser Person. Dass Milgram auch vermerkt, dass Regierungen finanziell Propaganda vorantreiben um ein Narrativ aufrecht zu erhalten ist auch nicht aussergewöhnlich. In Kombination mit der Informatinsverteilung und dem Fokus auf das Narrativ beeinflusst man die Wahrnehmung und auch das grundlegende Verhalten der Menschen. So kann es sehr rasch passieren, dass aus einer Krankheit die bei der absoluten Mehrheit der Menschen nicht mal einen Husten auslöst, ein allgegenwärtiger, lebenseinschneidender, grundrechtverletztender und unwürdiger Totalitarismus erstellt wird.

In der aktuellen Zeit findet sich auch die Diskussion bezüglich der Verantwortung wieder. Zeugen Coronas halten es für völlig verantwortungslos wie sich Menschen verhalten die zB. ohne Maske unterwegs sind. Und diese Veranwortungslosigkeit legitimiert sie dann zu Selbstjustiz und zu Rechteverletzung und Gesetzesbruch. Zum Beispiel durch unberechtigte Videoaufnahmen, direkte Diffamierungen in den Medien, zu Diskriminierung um sie nicht lebensnotwendige Esswaren einkaufen zu lassen, unmittelbare Handgreiflichkeiten oder ganz banaler physischer teils brutaler Gewalt.

Dass aber die Verantwortungsfrage gerade bei den Gehorsamen wichtiger ist und aufzeigt wie gerade diese die Verantwortung verteilen, erscheint mir von grosser Wichtigkeit:

Hauptergebnis ist, dass die ungehorsamen Versuchsbersonen sich selbst als hauptsächlich verantwortlich für die Schmerzen des Opfers betrachten und sich 48 Prozent der Gesamtverantwortung zuschreiben, dem Versuchsleiter dagegen nur 39 Prozent. Das verschiebt sich leicht bei bei den gehorsamen Versuchspersonen, die sich selbst nicht mehr Verantwortung zuschreiben als dem Versuchsleiter und in der Tat nur zu einer etwas geringeren Übernahme von Verantwortung bereit sind. grössere Unterschiede ergeben sich bei der Bemessung der Verantwortlichkeit des Schülers. Die gehorsamen Versuchspersonen weisen ihm eine etwa doppelt so hohen Anteil an der Verantwortung zu wie die ungehorsamen. Darüber befragt, verweisen sie auf die Tatsache, dass der Schüler sich freiwillig für das Experiment zur Verfügung gestellt habe und dass sein Lernerfolg nicht sehr gut gewesen sei.

Das Milgram-Experiment – S. 232-233

Dieses Verhalten ist ähnlich übertragbar. Der Covidiot ist selbst schuld, würde er sich einfach an die Vorgaben der Regierung halten, dann müsste der brave gute Bürger ja nicht durch die Maskehindurch schreien dass sie dumm sei und die Aerosole vergisst! Wenn der Covidiot doch nur seine Verantwortung akzeptieren würde und lernwillig sei, dann hätte er auch das Recht des Persönlichkeitsschutzes und das Filmen oder Fotografieren von ihnen bliebe weiterhin rechtswidrig. Wenn der Covidi doch nur verstehen würde, dass sein Verhalten alte Menschen tötet, und einfach nur mitmacht mit den Massnahmen, dann bekommt er seine Menschenwürde und seine Menschenrechte zurück.

Der Zeuge Coronas ist felsenfest davon überzeugt, den Teil seiner Verantwortung hat er erfüllt und den Teil der Verantwortung hat die Autorität auch erfüllt, somit ist er ein guter gehorsamer Zeuge Coronas. Dass die Situation so ist wie sie ist liegt offenkundig am Covidioten der seinen Teil der Verantwortung nicht wahr nimmt. Fast so absurd wie, wenn ein Nazi einem Juden vorwerfen würde er würde nicht die Verantwortung für seine eigene Vernichtung wahrnehmen und nur darum ist das Reich in Bedrängnis. Darauf kommen wir am Schluss nochmals.

Umso interessanter finde ich folgende Aussage:

Dr. Alan Elms unternahm mit etwa zwanzig gehorsamen und zwanzig ungehorsamen Versuchspersonen, die in der Berührungsnähe-Reihe mitgewirkt hatten, eine Reihe von psychologischen Tests. Sein Hauptergebnis war die Feststellung eines Zusammenhangs zwischen Gehorsamsbereitschaft im Experiment und der Bewertung auf der ›F-Skala‹. Diese Skala wurde von Adorno und seinen Mitarbeitern (1950) entwickelt, um faschistische Tendenzen zu messen, und Elms fand heraus, dass jene Versuchspersonen, die gehorsam gewesen waren, auch einen höheren Grad an Autotoritätsgläubigkeit (einen höheren F-Wert) aufwiesen als jene, die den Gehorsam verweigert hatten.

Das Milgram-Experiment – S. 233

Mit einfacheren Worten, Menschen die Gehorsam sind, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit dass sie faschistisch sind.

Schritt Drei – Der Gehorsam wird zur Öffentlichkeitsarbeit

Viele Menschen behandeln ihre Igoranz der Geschichte als Tugendhaftigkeit und Öffentlichkeitsarbeit. Ich wollte feststellen, was Massenpsychologie für Auswirkungen haben kann. Und in Anbetracht der immer wieder auftauchenden Vergleiche, die zu Beginn noch sehr weit hergeholt, vielleicht sogar teilweise absurd erschienen, verdeutlichen aber umso mehr die Geisteshaltung der Massen an willigen Helfern und Abnicker in der Gesellschaft.

Deshalb las ich das Buch von Hannah Arendt ›EICHMANN IN JERUSALEM‹. Es ist keine spannende Lektüre. Hannah Arendt konnte gewiss schreiben, doch ist das Thema, die Person um es sich hauptsächlich drehte und das ganze drum herum keine sehr euphorischen Belange.

In der Kürze: Eichmann war ein Bediensteter der NSDAP, der versuchte innerhalb der Partei Karriere zu machen und gelangte so zur Schutzstaffel. Er war unter anderem (mit)zuständig für die Organisation der Deportation von Juden. Dies weil er Beziehungen zu jüdischen Funktionären pflegte. Er selbst betrachtete sich wohl als »Judenkenner«. Er betitelte sein Vorgehen oft als ›gute Zusammenarbeit‹ mit den jüdischen Funktionären. Als Teil der SS wurde er in der Sache der »Endlösung der Judenfrage« früher als andere eingeweiht. Er beschrieb das selber als etwas dass ihm niemals Ruhe geben werde. Doch das hinderte ihn nicht daran seine Arbeit weiter zu tätigen und die Verschleppung von Juden fortzuführen als Organisator. Freilich hatte er nie selbst Hand angelegt an einen Juden und betonte immer wieder er würde eine Gewaltfreie Lösung bevorzugen, aber das war dann auch das höchste an Widerstand den er bereit war aufzubringen.

Das war aber nicht der Teil im Buch der wirklich von Interesse ist. Die Passagen im Buch die mich veranlassen es hierfür überhaupt heranzuziehen sind kleine Bemerkungen und Hinweise, die die Tragweite der Nicht-NSDAP Mitglieder, von Nicht-Schutzstaffelbeamten offenbaren. Hannah Arendt vermerkt absolut trefflich die Aufgaben der jüdischen Funktionäre dieser Zeit. Diese hatten die Tätigkeit der Erfassung von Juden, deren Besitztümer und die Auffindung von Flüchtigen ihresgleichen, als Auftrag durchzuführen. Und dies taten sie. Der jüdische Zentralrat erfüllte diese Aufgabe sehr gewissenhaft. Listen wurden erstellt, wo welcher Jude war, wie viel er besass, was er besass und notfalls auch der jeweiligen Personen durch Polizeiarbeit habhaft zu werden um sie in die Zugwaggons einzuladen. Denn die Nazis hatten die Kapazitäten gar nicht alles selber durchzuführen. Die Juden wurden auch überall wo möglich zu Staatenlosen gemacht. Dies war nur möglich, weil an der Wannseekonferenz Beamte und Ministerien sich völlig bereitwillig in juristischer und logistischer Hinsicht miteinspannen liessen, obwohl viele von den Würdenträger keine NSDAP Mitglieder waren. Aber offensichtlich wollte man dem Reich dienen um die Karriere, den Status oder dergleichen aufrecht zu erhalten.
Es war den Teilnehmer an der Wannseekonferenz ab Teilnahme unmissverständlich klar worum es geht, denn Hauptthema war schliesslich die öffentliche Angelegenheit »Endlösung der Judenfrage«.

So machten alle mit. Jeder wusste worum es ging. Es galt jetzt nur das ganze juristisch so aufzuarbeiten dass es »Recht und Ordnung« war.
Ja selbst die Opfer machten im grossen Stil einfach mit. Bereitwillig erklärten die meisten ihre eigene Vernichtung mit den Einträgen und ihrer Überführung in die Staatenlosigkeit und der Abgabe ihres Vermögens und ihres Besitzes. Der jüdische Zentralrat übernahm viele der Vorarbeiten und polizeilichen Massnahmen um ihre eigenen Religionsbrüder und -schwestern in die Todeszüge zu verfrachten. Eichmann unterschrieb oft nur die Deporationspapiere und nur wenige SS Angehörige waren von nöten die bereits völlig entmündigten, entkräfteten und entmenschlichten Juden zu ihrem Ende zu «begleiten». (H. Arendt S. 209-218 – Wannsee-Konferenz oder Pontius Pilatus)

Es mutet absolut absurd an, dass jeder seinen Beitrag zu dieser grausamen Epoche leistete. Doch zeigt es die Psychologie der Massen sehr gut auf und macht es verständlich, warum es in der jetzigen Zeit munter so weiter geht wie es eben der Fall ist.

Wenn doch schon damals, ohne die technischen Hilfsmittel der vereinfachten Kommunikation so weit gehen konnte, dass selbst Menschen die zuvor nichts mit den Nazis zu tun hatten, ja selbst die Opfer dazu bewegt werden konnten einfach mitzumachen, einfach in den Tod zu gehen, wieso sollte es Heute nicht auch funktionieren. Wieso sollte man nicht einfältigen, ignoranten und blind gehorchenden Schulleitern, Firmenchefs, Kassierern, Polizisten, Richtern, Lehrern ja selbst ›Opfer‹ von Impfschäden nicht auch einredbar sein, dass zu einem angeblichen grösseren Ganzen wichtiger sei die Menschlichkeit zur Seite zu schieben, Einzelne die ihre Stimme gebrauchen zum Protest, mundtot zu machen. Wieso sollte es nicht funktionieren sich mit einem illusorischen Schild der »Solidarität« auszurüsten um seine eigenen kleinen Gräueltaten zu rechtfertigen? Damit ist gemeint Leute zu denunzieren, diffamieren, beleidigen und tätlich angreifen, weil diese zB. keine Maske tragen.
Hannah Arendt beschreibt auch sogar die Geschäftemacherei mit Armbinden der jüdischen Funktionäre. Das erinnerte mich sofort an die Geschäftemacherei des Liebhabers von Jens Spahn, der ja auch dank Informationen des »Gesundheitsministers« Masken zu lukrativen Konditionen vorrangig absetzen konnte.

Ja ich vergleiche die aktuelle Lage mit der damaligen NS Zeit und nein ich habe kein schlechtes Gewissen, denn das sind sogar nur neue Erkenntnisse die ich erhalten habe. Das Nazi Regime brauchte auch einige Jahre ehe sie öffentlich machten was die »Endlösung der Judenfrage« bedeutet. Doch an diesem Zeitpunkt waren alle schon ordentlich indoktriniert und der Widerstand nur noch spärlich vorhanden.
Menschen die damals nichts an sich mit den Nazigedanken zu tun hatten, waren als hohe Amtsträger dann spätestens ab der Wannseekonferenz mehr als bereit dieser »Endlösung« beizutragen.
Deshalb gibt es auch keine Zweifel in mir, dass die heutigen Menschen ebenfalls, wohl wissend dass eine Gentherapie an ihren Mitmenschen und sich selber als Versuchskaninchen in einem gigantischen Experiment stattfindet, einfach abnicken, ja sogar mit grossem Kraftaufwand forciert wird, denn es dient etwas ganz Grossem, mit absoluter Sicherheit tut es dies…

So ist es umso trefflicher, dass Hannah Arendt als Untertitel zum erwähnten Buch folgendes benutzte »Ein Bericht von der Banalität des Bösen«.
Es ist diese Banalität die man sieht. Als Schulleiter stellt man sich nicht entgegen, wenn zB. eine Silvia Steiner vom zürcher Kantonsrat Schulen zu Massentests an Kindern verpflichtet, Maskentragepflicht ausruft für alle Kinder, denn das würde bedeuten es könnte einen Karriereknick geben und man müsse sich Befehle widersetzen. Das geht selbstverständlich nicht, denn Befehle sind schliesslich Befehle, und Silvia Steiner würde niemals etwas sinestres im Sinn haben. Hat sie vermutlich auch nicht, aber das ist eben diese Banalität des Bösen, diese Leute merken es vermutlich nicht einmal. Es muss einfach sein, es darf gar nicht anders sein, denn das würde bedeuten man hat sich seiner eigenen Boshaftigkeit von der man nichts wusste zu stellen.

So bleibt am Ende nur Eines, die Hoffnung auf ein Nürnberger-Prozesse ähnliches Eintreten von neuen Tribunalen. Und die ach so Omas vernichtenden »Corona-Leugner« haben genug Beweismaterial und Namen gesammelt von diesen Verbrechen an der Menschheit. Wenn die Kantonsräte in der Schweiz und die Landesoberhäupter in Deutschland ernsthaft denken sie blieben davon verschont, dann hat die Lehre der Geschichte bei diesen Personen versagt. Aber nicht nur diese werden wegen ihrer Taten zur Verantwortung gezogen, auch im Zivilbereich wird sich keiner mit der dümmlichen Ausrede aus der »Schlinge« einfach so befreien können »ich hatte nur meine Anordnungen« oder »ich wusste dies nicht«. Vornehmlich »Journalisten« und Medien der Massenverblödungsapparate haben ihre Mitschuld dauernd unter Beweis gestellt. Die ewigen Diffamierungen und Lügen über die Warner der ganzen Sache wird ein Nachspiel haben. Genau so wie in den Nürnberger Prozessen im späteren Verlauf in den Prozessen der Zivilisten abgearbeitet wurden, werden sich auch verlogene »Journalisten« und »Berichterstatter« höchstens damit retten können unterzutauchen, vielleicht nach Argentinien?

Ja ich habe verglichen und nach neuen Erkenntnissen wie ich finde zu Recht.

Also haben wir eine Gesellschaft die einerseits immer dümmer gehalten wird und andererseits kontinuierlich manipuliert wird in ihrer Wahrnehmung, so dass sie an sich selber zweifelt aber um nicht ausgestossen zu werden. Die Menschen werden immer müder und haben keine Lust auf Sex zur Fortpflanzung. Noch werden wir zwar bombardiert mit Sex, Drogen und Gewalt, es ist ja eine Befreiung nicht wahr. Deshalb auch die Dauerbeschallung des Verstandes, dass wir die Welt zerstören, sie überbevölkern und sowieso zu viel Energie verbrauchen. Darum sind auch sogenannte «Influencer» auf TikTok, Facebook, Instagram und Konsorten immer beliebter, einzelne Menschen die das ungemein hohe Geltungsbedürfnis aufzeigen, sich ständig und dauerhaft in die Ferien zu begeben und sich in allen Positionen zu fotografieren und zeigen wie toll das Leben doch alleine sein kann.

Und das bringt mich zum letzten Experiment dass ich ansprechen will und in dieser Phase befinden wir uns, denn die Befehlsgewalt ist bereits etabliert, nachdem die Zweifelexperimente mit der Meinungsmache ein voller Erfolg war. Nun liegt es nur noch daran den Verstand des Menschen so zu zerstören, dass alles seinen Lauf nimmt.

Das letzte Experiment worüber ich nur kurz schreiben will, weil ich selber noch keine tiefgehende Lektüre darüber gelesen habe, aber es klar ist was das Ziel ist. Die Rede ist vom Utopia Experiment. Nun es ist nicht der offizielle Name dieses Experiments, aber der Inhalt ist bezeichnend und treffend für diesen Namen. John B. Calhoun, ein Verhaltensforscher arbeitete mit Mäusen. 1968 begann er ein besonderes Experiment. Er wollte sehen was passiert wenn man den Mäusen alles gibt was sie wollen. Essen, Trinken, Unterkunft und Spielmöglichkeiten. Er musste das Experiment vergrössern, weil Calhoun annahm es lag nur daran, dass zu wenig Platz vorhanden war für die anfänglich eingesetzte Populationsmenge. Dies war aber nicht das Problem. Zu Beginn vermehrten die Mäuse sich wie verrückt, aber das hörte nach einer Weile einfach auf. Es entstanden Gruppierungen um einzelne Mäuse die den ganzen Tag nichts anderes im Sinne hatten als sich zu pflegen und pflegen zu lassen. Sie hatten nahezu an gar nichts mehr Interesse, weder an Fortpflanzung noch an Beteiligung von anderen Aktivitäten. Das Experiment endete damit, dass alle Mäuse verendeten.

Und diese Gesellschaft befindet sich aktuell ebenfalls im Aufbau. Immer stärker wird darauf gedrängt, dass man uns alles geben soll damit wir unkritisch alles akzeptieren. Ein unabhängiges Grundeinkommen wäre sinnvoll, aber A wird das nicht unabhängig sein sondern ganz klar abhängig werden von Regierungswünschen und B löst das auch keine Probleme in der Wirtschaft die vom Handel zwischen Menschen lebt und nicht vom Beziehen von Gütern und Dienstleistungen von Maschinen. Die Menschen sollen betäubt werden, sie sollen sich selber nicht mehr fortpflanzen wollen, sie sollen schlicht keine Lust mehr darauf haben bzw. gar nicht erst merken das sie sich selber ausrotten. Ihr Wille soll sich nur noch auf gutes Aussehen und Pflege des Äussern beschränken.

Ich für meinen Teil sehe sehr wohl Parallelen zu unserer momentanen Zeit. Aber jeder darf selber entscheiden, ob das alles nur Einbildung ist oder ob Menschen und Mäuse in ihrem Verhalten gar nicht zu weit voneinander entfernt sind.

Audiovisuell hier noch zusammengefasst mit etwas mehr Details (Englisch):

QUELLEN:
Opinions and Social Pressure – Solomon Asch (Scientific America, Vol.5 1955)
S. 52 – S. 57

Readings in social psychology : classic and contemporary contributions 1988
Opinions and Social Pressure – Solomon Asch
S. 193 – S. 199
Behavioral Study of Obedience – Stanley Milgram
S. 199 – S. 208

Das Milgram-Experiment
rororo ISBN 978-3-499-17479-7
http://d-nb.info/946096260
https://amzn.to/31EDxPo
BBC Kurzbeitrag (englisch)
Vollständige Dokumentation (englisch)

Eichmann in Jerusalem – Hannah Arendt
PIPER ISBN 978-3-492-26478-5
http://d-nb.info/100896798X
https://amzn.to/34ujHI5
VII Wannsee-Konferenz oder Pontius Pilatus Kapitelauszug aus der E-Book Version

Death Squadred: The Explosive Growth and Demise of a Mouse Population Backup
https://www.youtube.com/watch?v=5m7X-1V9nOs Backup
https://www.youtube.com/watch?v=iOFveSUmh9U Backup